Akutgeriatrie

Geriatrische Frühreha­bilitation bzw. Komplex­behandlung

Älteren Menschen fehlen oft die körper­lichen Reserven, es besteht eine vermin­derte Wider­stands­kraft. Zudem bauen sie durch das Liegen im Kranken­haus körper­lich rasch ab. Im Rahmen von schweren Erkran­kungen, Ope­ra­tionen, Nar­kosen sowie unge­wohn­ten Ab­läufen in frem­der Um­ge­bung können sich Ver­wirrt­heits­zu­stände und De­pres­sionen entwickeln.

Wir behandeln in der Akut­geria­trie daher nicht nur die Erkran­kung, die den Kranken­haus­auf­ent­halt ver­ur­sacht hat. In der geria­tri­schen Früh­reha­bili­tation (= Komplex­be­handlung) ver­suchen wir, eine Stabi­li­sie­rung in allen wich­tigen Berei­chen und ein Wieder­er­langen der Selbstän­dig­keit sowie der Mobi­li­tät zu erreichen.

Neben den rein medizinischen Unter­su­chungen und Be­hand­lungen setzen wir dazu fol­gende Maßnahmen ein:

  • Aktivierend-thera­peu­tische Pflege: dieses spezielle Pflege­kon­zept mit der Hilfe zur Selbst­hilfe führt die speziellen thera­peu­tischen Maß­nahmen fort!
  • Ergotherapie zum Trai­ning der moto­rischen Fähig­keiten der Hände und Arme, sowie der Selbst­hilfe­fähig­keit (z. B. Waschen, Kleiden, Kognition)
  • Physiotherapie (Kranken­gym­nastik) zum Trai­ning der Mobi­li­tät: Transfers (z. B. Auf­stehen) und Gehen
  • Logopädie zur Therapie von Schluck- und Sprech­problemen
  • Psychologie bei seelischen oder geis­tigen Pro­ble­men und Sorgen
  • Schmerztherapie
  • Ernährungstherapie
  • Sozialdienstliche Beratung, z. B. zu Voll­machten, Hilfs­mittel­ver­ord­nungen und Weiter­ver­sorgung, sowie zu Mög­lich­kei­ten im Zusam­men­hang mit Demenz
  • Seelsorge (spiritual care)

Zum Konzept gehören außerdem:

  • Wöchentliche Fallkonferenz: wir besprechen den Zustand jedes Patien­ten, die Behand­lungs­ziele, die Maß­nah­men und den Gene­sungs­verlauf ein­mal wöchent­lich in inter­dis­zi­pli­nären Fall­kon­fe­renzen.
  • Frühmobilisation: wir ver­suchen, alle Patien­ten, die kreis­lauf­stabil sind, so früh wie möglich aus dem Bett zu mobili­sieren, nach dem Motto: „das Bett ist der Freund der Jugend, aber der Feind des Alters“. Im Bett erholt sich ein be­tag­ter Patient nicht, sondern er wird schwä­cher und ver­liert seine Fähigkeiten.
  • Alle Mahlzeiten sollen im Speise­saal, in einer Sitz­ecke oder we­nigs­tens am Tisch im Kran­ken­zim­mer ein­ge­nom­men werden. Die Dauer der Mobi­li­sation wird dem Zu­stand ange­passt, nach dem Mittag­essen ist na­tür­lich für jeden ein Mittags­schläf­chen im Bett erlaubt.
  • Alle Patienten sollen tags­über mög­lichst ihre Alltags­klei­dung tragen und nicht ihr Nacht­hemd oder gar ein Flügelhemd. Für das Üben der Geh­fähig­keit sind geschlossene Schuhe erfor­der­lich. Ange­hörige sollen die Pa­tien­ten mit aus­rei­chend Klei­dung für den Aufent­halt versorgen (siehe auch Flyer)
  • Geplant sind eine inten­sivere Ein­be­ziehung, insbesondere von pflegenden Ange­hörigen, die auch geschult werden können (Angehörigen-Edukation)

Durch die Maßnahmen versuchen wir, eine körper­liche und see­lische Stabili­sie­rung zu erreichen und die Selbst­hilfe- und Bewe­gungs­fähig­keit der Patienten zu ver­bessern. Die Kom­plex­the­rapie richtet sich als akut­sta­tio­näre Früh­re­ha­bili­tation an ältere Menschen mit schweren funk­tio­nellen Defi­ziten und Begleit­er­kran­kungen.

Sie sollen durch das inten­sive Trai­ning befähigt werden, eine Reha­bili­ta­tions­fähig­keit zu errei­chen (anschlie­ßende fach­spe­zi­fische oder geria­trische Reha­bili­ta­tion) oder direkt aus dem Kranken­haus­aufent­halt nach Hause zurück­kehren zu können.

In manchen Fällen ist dies aufgrund der schweren Ein­schrän­kungen leider nicht mög­lich. Häufig muss dann inner­halb kurzer Zeit vieles orga­ni­siert werden, um eine zeit­ge­rechte Ent­las­sung in eine Weiter­ver­sor­gung zu ermög­lichen. Hierzu ist die enge Zusam­men­arbeit mit den An­ge­hö­rigen notwendig.

Kontakt

Chefarzt Albrecht Kühnle

Akutgeriatrie: Kreiskrankenhaus Rheinfelden

Alterstraumatologie, Geriatrischer Schwerpunkt: Kreiskrankenhaus Lörrach

Gesprächstermine

Während der Pandemie müssen Gespräche mit den Ärzten über­wie­gend telefonisch erfolgen.

Melden Sie Ihren Gesprächs­wunsch bitte über den Empfang an, Sie werden von uns zurückgerufen:
Rheinfelden: T 07623/94-0
Lörrach: T 07621/416-0

Besuche

Während der Pandemie sind Besuche bei Ihren im Kran­ken­haus liegenden Ange­hörigen nur in Einzel­fällen mög­lich. Im Falle einer pallia­tiven Behand­lung sind Besuche natür­lich nach Ab­sprache möglich. Besuchs­wünsche müssen zuvor mit den Ärzten be­spro­chen werden, Kon­takt siehe oben.

Kontakt für Ärzte zur Anmeldung von Patienten

Patientenmanagement

Mariecke Brugger
T 07621/416-8643

In vielen Fällen würde einer unserer Geriater zurück­rufen, um die Indi­kation nochmals genauer abzuklären.

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Besuchsregelung (gültig ab 26.09.22)

Um die Besuche möglichst sicher zu gestalten, gelten die folgenden Regelungen:

  • Besuchszeiten 13 – 19 Uhr
  • Desinfizieren Sie sich beim Betreten der Klinik die Hände
  • Besucher müssen ein negatives Antigen-Schnelltestergebnis (<24 h) oder ein negatives PCR-Ergebnis (neu seit 26.09.: <24 h) von einer zertifizierten, externen Stelle mitführen
  • PatientInnen auf den Isolier- und Intensivstationen können leider weiterhin keinen Besuch empfangen
  • Für alle Besucher gilt FFP2-Masken-Pflicht
  • Es dürfen sich maximal zwei Besucher gleichzeitig in einem Patientenzimmer aufhalten
  • Der Mindestabstand von 1,5 m muss eingehalten werden
  • Besucher mit corona-typischen Symptomen dürfen die Klinik nicht betreten

Testregelung für Patienten

  • Alle Patienten, die zu einem geplanten ambulanten Eingriff oder zu einem geplanten stationären Aufenthalt ins Krankenhaus kommen ("Elektivpatienten"), müssen einen PCR-Test mitbringen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf.
  • Nicht geimpfte oder genesene Patienten mit einem geplanten ambulanten Sprechstunden- oder vorstationären Termin müssen einen negativen PCR-Test (max. 48 stunden alt) oder einen negativen Antigen-Schnelltest (max. 24 Stunden alt) mitbringen. Für Geimpfte und Genesene entfällt diese Testpflicht.
  • Alle Elektiv-und Notfall-Patienten erhalten bei ihrer Aufnahme einen PCR-Test sowie einen Antigen-Schnelltest, der im Rahmen eines stationären Aufenthaltes wiederholt wird.
  • Bei jeglichem Anhaltspunkt für eine Covid-Infektion wird immer eine PCR-Testung durchgeführt.

Die Infektionsprävention zum Schutz unserer Patientinnen und Patienten und unserer Mitarbeitenden war und bleibt unser oberstes Ziel.

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Kliniken des Landkreises Lörrach und das St. Elisabethen-Krankenhaus

 

 

Weitere Informationen

  • Telefonhotline des Landkreises Lörrach: T 07621/410-8971 oder per Mail an covid19@loerrach-landkreis.de.
  • Telefonhotline des Landesgesundheitsamtes: T 0711/904-39555.
  • Bei grippeähnlichen Symptomen melden Sie sich bitte zuerst telefonisch bei Ihrem Hausarzt, dem hausärztlichen Notdienst (T 116 117) oder Ihrem Gesundheitsamt T 07621/410-2101. So tragen Sie zum Funktionieren der Meldekette bei!
  • Achten Sie bei Symptomen, wie stets in der Grippezeit, besonders auf Händehygiene und Husten-Nies-Etikette. Weitere Tipps: www.infektionsschutz.de
  • Weitere Informationen zu dem Thema finden Sie unter www.rki.de, www.loerrach-landkreis.de/infektionsschutz.

 

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