Unfallchirurgie
und Traumatologie

Aufgaben

In Notfallsituationen und bei Wahleingriffen sind Sie bei uns bestens versorgt. Wir bieten weitgehend das gesamte Spektrum der unfallchirurgischen Behandlung an, orientieren uns mit unserem Leistungsangebot dabei konsequent an den Bedürfnissen unserer Patienten. Ziel unserer Behandlung ist die möglichst vollständige Wiederherstellung der verletzen Körperfunktion und damit die Wiedereingliederung in das bestehende private und berufliche Umfeld.

Wir behandeln schwerpunktmäßig frische Verletzungen aller Art rund um die Uhr, therapieren und begutachten auch Verletzungsfolgen.

Viele Verletzungen können auch konservativ, d.h. ohne Operation mit gutem Erfolg behandelt werden. Hierzu gehören zum Beispiel die spezialisierte Wundbehandlung mit modernen Verbänden sowie die moderne Stützverbandtechnik mit leichten Kunststoffmaterialien, die heute regelmäßig den schweren alten "Gips" ersetzen.

Wir erweitern unsere eigenen Kompetenzen mit der Erfahrung und dem Wissen anderer Spezialisten, legen Wert auf interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den Kollegen der Kliniken für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Wirbelsäulenchirurgie, Orthopädie, plastische Chirurgie und Handchirurgie im unserem Klinikverbund.

Kreiskrankenhaus Lörrach

Spitalstraße 25
79539 Lörrach
Telefon 07621/416-8269
Telefax 07621/416-8801
Schoendienst.Anneliese@klinloe.de

Dr. Christoph Haag

Chefarzt

Spezielle Leistungsinhalte

Traumaversorgung

Die Klinik für Unfallchirurgie ist seit April 2016 als Regionales Traumazentrum im Traumanetzwerk „Oberrhein“ zertifiziert. Konsequenzen sind die verstärkte Kommunikation mit den internen Mitarbeitern, den Mitarbeitern der Leitstellen und der AG Notärzte. Ein interdisziplinärer Qualitätszirkel Traumanetzwerk findet monatlich statt. Das Schockraummanagement wurde neu konzipiert. Die Schockraumpatienten werden systematisch erfasst und auch an das bundesweite Polytraumaregister der DGU gemeldet.

Traumaversorgung ist die eigentliche operative und konservative Versorgung Unfallverletzter mit Frakturen, Gelenkverletzungen und Sehnenrupturen. Alle aktuellen Osteosyntheseverfahren werden durchgeführt. Patienten werden jederzeit von einem eigenständigen Unfallteam unter Leitung eines ATLS-geschulten Facharztes betreut. Schwerverletzte werden interdisziplinär behandelt. Die Notaufnahmestation wurde neu konzipiert, eine Abteilung Neurologie mit Stroke Unit eingerichtet. Für Patienten mit Schädel-Hirn-Trauma existiert eine enge Kooperation mit der Klinik für Neurochirurgie am Universitätsklinikum Freiburg (via Teleradiologie).

Geriatrische Traumatologie

Die demographische Entwicklung führt zu einer weiter steigenden Zahl von Patienten mit vor allem osteoporose-assoziierten Frakturen. Vor allem die Patienten mit hüftgelenknahen Frakturen werden zu nahezu 100% in den ersten 24 Stunden nach Eintreffen in der Klinik mittels Prothese oder Osteosynthese versorgt. Es besteht eine enge Kooperation mit dem geriatrischen Schwerpunkt der Klinik; das breite Angebot der der Klinik angegliederten Physiotherapie ist auch hier wesentliche Behandlungsoption. Die Klinik für Unfallchirurgie unterstützt den Aufbau der Geriatrischen Komplexbehandlung an der Klinik.

Endoprothetik

Den Schwerpunkt stellen Schenkelhalsfrakturen dar, vor allem bei betagten Menschen. Ziel der Unfallchirurgie ist es, diese und alle anderen hüftgelenknahen Frakturen innerhalb von 24 h operativ zu stabilisieren. Dabei stellt das künstliche Hüftgelenk einen therapeutischen Arbeitsschwerpunkt dar. Die Klinik baut ihre Expertise in der Endoprothetik indes weiter aus. So gehören Prothesen für das Schulter- und Obere Sprungelenk einschließlich der Wechseloperationen zum festen Repertoire.

Wirbelsäule

Verletzungen und Frakturen der Wirbelsäule nehmen zu. Wir arbeiten im gerade gegründeten Wirbelsäulenzentrum der Klinik mit und betreuen die Patienten mit frischen Verletzungen. Die instabilen Frakturen werden operativ stabilisiert. Zunehmend kommen dabei sogenannte minimalinvasive Fixateursysteme zum Einsatz. Osteoporose assoziierte Wirbelfrakturen mit anhaltenden Schmerzen können effektiv mit der Kyphoplastie (Zementierung des Wirbelkörpers) behandelt werden.

BG-Sprechstunde und Verletztenartenverfahren

Das Team bietet, neben einer Reihe anderer Spezialsprechstunden, für eine spezielle Sprechstunde Arbeitsunfallverletzte an. Neben der eigentlichen Unfallversorgung in enger Zusammenarbeit mit den zentralen BG-Kliniken des Landes betrifft dies vor allem Fragen der Rehabilitation, der Orthesen- und Prothesenversorgung, der Korrektureingriffe, der Endoprothetik bei posttraumatischer Arthrose und vieles mehr.

Ambulantes Operieren

Wann immer möglich und sinnvoll werden operative Eingriffe ambulant durchgeführt, zum Beispiel: arthroskopische Operationen (Meniscuschirurgie), Metallentfernungen, Eingriffe an Sehnen, Bändern, Achsenkorrekturen etc.

Wundambulanz

Das Konzept der Wundambulanz sieht vor, Patienten ambulant in Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kollegen zu betreuen und entsprechende gemeinsame Behandlungsstrategien aufzustellen. In der Klinik werden die Patienten anderer Abteilungen konsiliarisch vorgestellt.

Die erforderliche Diagnostik wird dann in der Klinik für Unfallchirurgie durchgeführt und die Behandlung begonnen, zum einen lokaltherapeutisch, zum anderen systemisch. Langfristige Ziele sind die weitere Implementierung des modernen Wundmanagements im Behandlungskonzept der Kliniken und der Ausbau der interdisziplinären Zusammenarbeit mit unseren Kollegen in Klinik und Praxis.