Exzellente Behandlungsqualität bei Schlaganfall

Die Schlaganfalleinheit im Kreiskrankenhaus Lörrach erhielt das Gütesiegel einer Regionalen Stroke Unit. Damit wurden die kontinuierliche Aufbauarbeit und die konstant gestiegene Versorgungsqualität auch von Seiten der Fachgesellschaft anerkannt.

Die Klinik für Neurologie mit Schlaganfalleinheit (Stroke Unit) im Kreiskrankenhaus Lörrach unter der ärztlichen Leitung von Chefarzt Dr. Jens Wattchow wurde über viele Jahre kontinuierlich aufgebaut und ist fester Bestandteil einer wohnortnahen Versorgung von Schlaganfallpatienten in der Region. Eine enge Zusammenarbeit mit den Rettungsdiensten und der regelmäßige Austausch mit den ambulanten Zuweisern belegen die hohe Bedeutung der Neurologischen Klinik für die Versorgungslandschaft am Hochrhein. 2009 erfolgte erstmals die Zertifizierung als Lokale Stroke Unit mit vier Betten in räumlicher Einheit zur Intensivstation der Klinik. Die Anzahl der behandelten Schlaganfallpatienten hat sich seitdem von rund 350 auf 750 jährlich mehr als verdoppelt und die Stroke Unit stieß zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen.

Ausbau der Schlaganfalleinheit

So erhielten die Kreiskliniken die Genehmigung für weitere vier Betten durch das Sozialministerium. Die Schlaganfalleinheit wurde auf acht Betten erweitert und räumlich in die Station Rosenfels eingegliedert. Allein in Technik und Umbaumaßnahmen wurden rund 200.000 Euro investiert. Seit einem Jahr sind nun alle neurologischen Patienten und multidisziplinäre Teamkompetenz in einem Arbeitsbereich konzentriert. Als neue Leiterin der Stroke Unit konnte die erfahrene Oberärztin Dr. Julia Schoof gewonnen werden. Zusätzlich ist durch eine Erweiterung des Stellenplanes mit einem neuen ärztlichen Dienstmodell eine neurologische rund-um-die-Uhr-Versorgung in der interdisziplinären Notaufnahme möglich geworden. Für die Abläufe hier ist die langjährige Oberärztin Dr. Christel Beeskow verantwortlich.

Erfolgreiche Rezertifizierung

Als Höhepunkt dieser erfolgreichen Entwicklung erfolgte nun die Höherstufung von der Lokalen zur Regionalen Stroke Unit und die Zertifizierung durch die Deutsche Schlaganfallgesellschaft. Dabei fand eine eingehende Analyse der medizinischen Prozesse statt, insbesondere der zeitkritischen Akutversorgung von Schlaganfallpatienten mittels Thrombolyse. Die Fach-Auditoren nahmen außerdem umfangreiche ärztliche und pflegerische Manuale unter die Lupe. Diese waren unter Mitarbeit aller Mitglieder des multidisziplinären Behandlungsteams erstellt worden und dienen der Dokumentation der Standards und Handlungsanweisungen bei der Schlaganfallbehandlung. Die Auditoren hoben besonders die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit mit der Notaufnahme, Kardiologie und Radiologie sowie die Kooperation mit dem überregionalen Zentrum in Freiburg hervor. Die Zertifizierung belegt nach innen die hervorragende Zusammenarbeit im multidisziplinären Team und ist nach außen Beleg für die sehr gute Behandlungsqualität, die anhand verschiedener Kennzahlen kontinuierlich überwacht, bewertet und weiter verbessert wird.

Schlaganfallnetzwerk INVAS

Bei einem Schlaganfall zählt bekanntlich jede Minute. Ein gut funktionierendes Versorgungsnetzwerk ist von extrem hoher Bedeutung, denn bei einem kleineren Anteil der Patienten mit schwergradigen Schlaganfällen reicht die Thrombolyse alleine nicht aus. Die Betroffenen müssen zur kathetergestützten Thrombektomie per Hubschrauber nach Freiburg geflogen werden. Die Zusammenarbeit der Kliniken ist im Schlaganfallnetzwerk Südwest (INVAS) organisiert. Durch solche Netzwerkkooperationen wird in ganz Deutschland eine hervorragende Schlaganfallversorgung flächendeckend und auch außerhalb von Ballungszentren sichergestellt.

Skandalöse Verrechnungspraktiken der Kassen

Die Definition der Transportentfernung zwischen den Netzwerkkliniken war vor einigen Monaten Gegenstand eines sehr umstrittenen Urteils des Bundessozialgerichtes. Deutschlandweit wie in unserer Region fühlten sich Krankenkassen dadurch in den vergangenen Wochen legitimiert, seit Jahren erbrachte Leistungen nachträglich und rückwirkend zu kürzen und die Rückforderungen mit laufenden Vergütungen der Kliniken zu verrechnen. Davon betroffen ist vor allem die Behandlung schwerer Schlaganfälle. Gerade vor dem Hintergrund der langjährigen, kontinuierlichen Aufbauarbeit der Stroke Unit Lörrach mit Rund-um-die-Uhr-Versorgung durch spezialisierte Fachkräfte können diese Verrechnungspraktiken hier nur als doppelt skandalös bezeichnet werden. Offensichtlich nehmen einige gesetzliche Krankenkassen die Gefährdung der medizinischen Versorgung in diesem Bereich aus rein wirtschaftlichen Motiven bewusst in Kauf. Das Thema wird derzeit auf allen Ebenen heiß diskutiert, um eine Lösung herbeizuführen. Die Patientenversorgung bei den Kreiskliniken bleibt jedoch sichergestellt.

 

Teamleiterin Pflege Ute Weber, Fachverantwortliche Pflege Manuela Zöge, Oberärztin Dr. Julia Schoof und Chefarzt Dr. Jens Wattchow freuen sich über die erfolgreiche Rezertifizierung.

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Besuchsregelung

Wir freuen uns sehr, dass unsere Patienten wieder Besuch bekommen dürfen! Um dies möglichst sicher zu gestalten, gelten hierfür die folgenden Regelungen:

  • Die Gesamtzahl der Besucher ist gemäß CoronaVO nicht mehr beschränkt. Jedoch dürfen max. 2 Besucher gleichzeitig bei einem Patienten anwesend sein. Bitte haben Sie Verständnis, dass das Besuchsverbot in Isolierbereichen bestehen bleibt.
  • Die Besuchszeiten sind von 13 - 19 Uhr.
  • Besucher müssen durchgehend einen Mund-Nasen-Schutz tragen. In einigen Bereichen mit besonders vulnerablen Patienten gilt FFP2-Maskenpflicht.
  • Es gilt die 3G-Regel.
    Gemäß CoronaVO sind wir als Kliniken für die Sicherstellung der durchgehenden Einhaltung der 3G-Regel verantwortlich. Daher führen wir das nachfolgende Vorgehen ein:
    • Geimpfte und Genesene erhalten gegen Vorlage ihres Nachweises am Empfang ein farbiges Armband.
    • Testpflichtige Besucher (nicht geimpft oder genesen) bringen bitte ein Testergebnis von zertifizierter Stelle mit und erhalten dann ebenfalls ein farbiges Armband. Andernfalls müssen sie sich auf direktem Wege zum Stützpunkt der Zielstation begeben, um sich dort testen und im Anschluss ebenfalls ein Armband geben zu lassen.

Gerne können Sie das Formular zur Besucherregistrierung bereits ausgefüllt mitbringen, Sie finden es hier.

Testregelung für Patienten

  • Alle Patienten, die zu einem geplanten ambulanten Eingriff oder zu einem geplanten stationären Aufenthalt ins Krankenhaus kommen ("Elektivpatienten"), müssen einen PCR-Test mitbringen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf.
  • Nicht geimpfte oder genesene Patienten mit einem geplanten ambulanten Sprechstunden- oder vorstationären Termin müssen einen negativen PCR-Test (max. 48 stunden alt) oder einen negativen Antigen-Schnelltest (max. 24 Stunden alt) mitbringen. Für Geimpfte und Genesene entfällt diese Testpflicht.
  • Alle Elektiv-und Notfall-Patienten erhalten bei ihrer Aufnahme einen PCR-Test sowie einen Antigen-Schnelltest, der regelmäßig wiederholt wird.
  • Bei jeglichem Anhaltspunkt für eine Covid-Infektion wird immer eine PCR-Testung durchgeführt.

Die Infektionsprävention zum Schutz unserer Patientinnen und Patienten und unserer Mitarbeitenden waren und bleiben unser oberstes Ziel.

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Weitere Informationen

  • Telefonhotline des Landkreises Lörrach: T 07621/410-8971 oder per Mail an covid19@loerrach-landkreis.de.
  • Telefonhotline des Landesgesundheitsamtes: T 0711/904-39555.
  • Bei grippeähnlichen Symptomen melden Sie sich bitte zuerst telefonisch bei Ihrem Hausarzt, dem hausärztlichen Notdienst (T 116 117) oder Ihrem Gesundheitsamt T 07621/410-2101. So tragen Sie zum Funktionieren der Meldekette bei!
  • Achten Sie bei Symptomen, wie stets in der Grippezeit, besonders auf Händehygiene und Husten-Nies-Etikette. Weitere Tipps: www.infektionsschutz.de
  • Weitere Informationen zu dem Thema finden Sie unter www.rki.de, www.loerrach-landkreis.de/infektionsschutz.

 

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