Myome im Fokus: Aufklärung, individuelle Therapie und moderne Behandlungsverfahren im Zentrum für Gynäkologie und Geburtshilfe

Prof. Dr. Michael Bohlmann

Starke und lang anhaltende Monatsblutungen, Schmerzen im Beckenbereich oder ein unerfüllter Kinderwunsch – all diese Beschwerden können Hinweise auf Uterusmyome sein, gutartige Wucherungen der Gebärmuttermuskulatur. Mehr als jede zweite Frau in Deutschland ist im Laufe ihres Lebens davon betroffen. Anlässlich des Myom-Aufklärungsmonats Juli richtet das Zentrum für Gynäkologie und Geburtshilfe im St. Elisabethen-Krankenhaus den Blick auf diese häufige, jedoch oft unterschätzte gynäkologische Erkrankung – und auf die heute verfügbaren schonenden Behandlungsmöglichkeiten.

„Myome treten überwiegend im gebärfähigen Alter auf, vor allem zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr“, erklärt Prof. Dr. med. Michael Bohlmann, Chefarzt der Frauenklinik am St. Elisabethen-Krankenhaus in Lörrach. In der Altersgruppe der 50-Jährigen sind bis zu 70 Prozent betroffen. Viele Myome bleiben ohne Beschwerden – doch wenn sie zu Schmerzen, starker Regelblutung, Druck auf Blase oder Darm oder gar zu einer Blutarmut führen, ist eine gezielte medizinische Abklärung und individuelle Behandlung erforderlich.

Prof. Bohlmann, der sich seit über 20 Jahren klinisch und wissenschaftlich mit der Myombehandlung beschäftigt, sieht in der frühzeitigen ärztlichen Abklärung einen zentralen Schlüssel zur Lebensqualität: „Wenn Patientinnen bei ersten Beschwerden ärztlichen Rat suchen, können wir heute oftmals sehr schonend helfen – und vielfach größere Eingriffe vermeiden.“ So berichtet der Chefarzt von einer Patientin, deren Monatsblutungen durch Myome so stark waren, dass sie eine ausgeprägte Blutarmut entwickelte. „Früher hätte man bei einer solchen Ausgangslage oft Bluttransfusionen und eine große Operation in Betracht ziehen müssen“, so Bohlmann. „Heute ist es in vielen Fällen möglich, zunächst medikamentös zu stabilisieren – und dann minimal-invasiv zu operieren. Im Fall dieser Patientin konnten wir durch moderne Therapien die Regelblutung so deutlich reduzieren, dass sich ihre körpereigenen Eisenspeicher erholten – und wir ohne Transfusion operieren konnten.“

Ein Beispiel für den medizinischen Fortschritt, der Patientinnen heute zur Verfügung steht. Die Frauenklinik am St. Elisabethen-Krankenhaus ist auf minimal-invasive Operationsverfahren – sogenannte „Schlüsselloch-Chirurgie“ – spezialisiert. Sie ermöglichen kürzere Erholungszeiten, geringere Belastung und in vielen Fällen den Erhalt der Gebärmutter. „Unsere Klinik ist für viele Frauen auch erste Anlaufstelle, wenn ein Kinderwunsch besteht, der möglicherweise durch Myome beeinträchtigt wird“, erklärt Bohlmann. Das Zentrum für Gynäkologie und Geburtshilfe arbeitet eng mit niedergelassenen Frauenärztinnen und Frauenärzten sowie mit Kinderwunschzentren in der Region zusammen, um individuell abgestimmte Behandlungspläne zu entwickeln.

Für seine Expertise im Bereich Kinderwunschmedizin wurde Prof. Bohlmann in die gemeinsame Leitlinienkommission der Deutschen, Österreichischen und Schweizer Fachgesellschaften berufen. Dort wirkt er an der Weiterentwicklung von Behandlungsstandards mit – ein weiterer Beleg für die hohe medizinische Qualität in Lörrach.

„Unser Ziel ist es, dass Frauen mit Beschwerden wie starken Regelblutungen oder Schmerzen frühzeitig ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen“, so Bohlmann. „Wir bieten in unserem Zentrum das gesamte Spektrum gynäkologischer Diagnostik und Therapie – mit einem Team, das auf die individuellen Bedürfnisse jeder Patientin eingeht.“

Anlässlich des Myom-Aufklärungsmonats Juli möchten die Kliniken des Landkreises Lörrach betroffene Frauen dazu ermutigen, erste Symptome ernst zu nehmen – und das Gespräch mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt zu suchen.

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