Neue Strukturen in der Notaufnahme

Die Zentrale Notaufnahme im Kreiskrankenhaus Lörrach ist die zentrale Anlaufstelle für Notfallpatienten aus dem Landkreis. Während bei den Patientenzahlen seit Jahren deutliche Steigerungen zu verzeichnen sind, ist die Notaufnahme trotz mehrfacher Umbauten an ihre räumlichen Grenzen geraten. Dies war einer der Gründe, die schließlich zur Entscheidung für den Klinikneubau geführt haben, der 2025 am Stadtrand Lörrachs in Betrieb gehen wird.

Im Rahmen eines „Quick Checks“, also einer Kurzstudie einer spezialisierten Beratungsfirma, wurden im vergangenen Jahr Potenziale identifiziert, die auch in den vorhandenen Räumen noch Verbesserungen der Abläufe und Prozesse ermöglichen. „Natürlich ist es uns ein wichtiges Anliegen, unsere Leistungen und die Zufriedenheit unserer Patienten und Mitarbeitenden ständig zu verbessern“, berichtet Kathrin Knelange, Geschäftsführerin Pflege bei den Kreiskliniken. Die Anregungen des Beraters Dr. Tim Flasbeck von WMC Healthcare habe man gerne angenommen und zunächst im Rahmen einer Projektgruppe beleuchtet, um dann Schritte für die Umsetzung zu definieren. Aufgrund der Belastungen durch die Pandemie sei das Projekt Anfang des Jahres zunächst etwas ins Stocken geraten, habe nun aber Fahrt aufgenommen. In wöchentlichen Jour Fixen werden Maßnahmen erarbeitet und auch mit dem erfahrenen Berater Flasbeck abgestimmt. 

Übergabe Rettungsdienst – Klinik 

Ein wichtiger Kritikpunkt waren die langen Übergabezeiten vom Rettungsdienst an die Notaufnahme. Hier wurden bereits Abläufe angepasst, so dass die Rettungsmittel möglichst schnell wieder für andere Einsätze zur Verfügung stehen. „Die Kliniken haben die Veränderung bei der Übergabe ja erst vor kurzem umgesetzt, aber wir bemerken bereits positive Veränderungen“, berichtet Ralf Götz, Geschäftsführer Rettungsdienst beim DRK Lörrach. Dazu stünde man im engen Austausch und unterstütze den Prozess seitens des DRK gerne, so Götz weiter.

 Bettenmanagement 

Nicht immer steht Notfallpatienten, die stationär aufgenommen werden müssen, ad hoc ein Bett auf Station zur Verfügung. Dem steuern die Verantwortlichen der Kliniken künftig mit zwei Maßnahmen entgegen: Zum einen werden Bettenkontingente definiert, die täglich für eine bestimmte Anzahl an Notfallpatienten pro Fachabteilung zur Verfügung stehen. Diese Anzahl stützt sich auf statistische Erfahrungswerte, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zutreffend sind. Ein weiterer Ansatzpunkt ist die Einrichtung einer „Holding Area“ als Zwischenstation für Patienten, deren Bett auf Station noch nicht bereitsteht oder die das Klinikum am Entlasstag nicht pünktlich verlassen können – etwa, weil sie noch nicht abgeholt werden können. In der Holding Area ist die professionelle Betreuung der Patienten durch eine geschulte Pflegefachkraft sichergestellt. Hierfür investieren die Kliniken in eine Umbaumaßnahme. 

Chefarzt und pflegerische Leitung 

Bislang wird die Notaufnahme ärztlicherseits durch zwei Oberärzte geleitet, die den beiden wichtigsten Fachdisziplinen einer Notaufnahme, der Unfallchirurgie und der Inneren Medizin zugeordnet sind. Was ursprünglich für das neue Klinikum geplant war, wird nun vorgezogen: Die Zentrale Notaufnahme im Kreiskrankenhaus Lörrach wird zu einem eigenen medizinischen Fachbereich gemacht, der von einem Chefarzt geleitet wird. Die entsprechende Stelle wird nun ausgeschrieben, ebenso wie die Stelle einer pflegerischen Leitung, die derzeit interimistisch besetzt ist. „Wir suchen hierfür zwei Persönlichkeiten, die die Notaufnahme heute und auf dem Weg ins neue Klinikum aktiv mit uns gestalten“, berichtet Kathrin Knelange, Geschäftsführerin Pflege. 

Schulung und Fortbildung 

Ein sehr wichtiger Meilenstein bei der Behandlung der Notfallpatienten ist deren „ESI-Triage“ unmittelbar nach Einlieferung durch eigens geschulte Pflegekräfte. Der „Emergency Severity Index“ legt anhand bestimmter, zu überprüfender Parameter die Behandlungsdringlichkeit eines Patienten und den Zeitraum fest, innerhalb dessen ein Arzt sich um ihn kümmern muss. Die Kliniken folgen auch hier den Empfehlungen des Quick Check und wollen das Fachwissen der ESI-Triage auf eine breitere Basis stellen und die Qualität sichern. Daher finden nochmals intensive Schulungen der entsprechenden Mitarbeitenden aus der Pflege statt. 

Darüber hinaus bildet sich ein kleiner Kreis von Pflegemitarbeitenden zu Notaufnahme-Koordinatoren fort. Der Notaufnahme-Koordinator ist zentraler Ansprechpartner in der Patientenbehandlung, für Angehörige und niedergelassene Ärzte.

Neues Klinikum: Trennung von Notfall- und Elektivversorgung

Viele der täglichen Herausforderungen in der Lörracher ZNA resultieren aus deren Funktion als Anlaufstelle sowohl für Notfallpatienten als auch für solche, die das Krankenhaus mit geplantem Termin aufsuchen (Elektivpatienten). Dies gilt deutschlandweit für viele Notaufnahmen und wurde bereits vor Jahren erkannt. Folgerichtig ist die Trennung der Versorgungsstrukturen für Notfall- und für Elektivpatienten ein wesentliches Merkmal des neuen Klinikums, das derzeit am Stadtrand Lörrachs entsteht. Hier sind viele der heutigen Herausforderungen für die Zukunft ab 2025 bereits durch eine entsprechende Planung geregelt.

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Besuchsregelung (gültig ab 26.09.22)

Um die Besuche möglichst sicher zu gestalten, gelten die folgenden Regelungen:

  • Besuchszeiten 13 – 19 Uhr
  • Desinfizieren Sie sich beim Betreten der Klinik die Hände
  • Besucher müssen ein negatives Antigen-Schnelltestergebnis (<24 h) oder ein negatives PCR-Ergebnis (neu seit 26.09.: <24 h) von einer zertifizierten, externen Stelle mitführen
  • PatientInnen auf den Isolier- und Intensivstationen können leider weiterhin keinen Besuch empfangen
  • Für alle Besucher gilt FFP2-Masken-Pflicht
  • Es dürfen sich maximal zwei Besucher gleichzeitig in einem Patientenzimmer aufhalten
  • Der Mindestabstand von 1,5 m muss eingehalten werden
  • Besucher mit corona-typischen Symptomen dürfen die Klinik nicht betreten

Testregelung für Patienten

  • Alle Patienten, die zu einem geplanten ambulanten Eingriff oder zu einem geplanten stationären Aufenthalt ins Krankenhaus kommen ("Elektivpatienten"), müssen einen PCR-Test mitbringen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf.
  • Nicht geimpfte oder genesene Patienten mit einem geplanten ambulanten Sprechstunden- oder vorstationären Termin müssen einen negativen PCR-Test (max. 48 stunden alt) oder einen negativen Antigen-Schnelltest (max. 24 Stunden alt) mitbringen. Für Geimpfte und Genesene entfällt diese Testpflicht.
  • Alle Elektiv-und Notfall-Patienten erhalten bei ihrer Aufnahme einen PCR-Test sowie einen Antigen-Schnelltest, der im Rahmen eines stationären Aufenthaltes wiederholt wird.
  • Bei jeglichem Anhaltspunkt für eine Covid-Infektion wird immer eine PCR-Testung durchgeführt.

Die Infektionsprävention zum Schutz unserer Patientinnen und Patienten und unserer Mitarbeitenden war und bleibt unser oberstes Ziel.

Ihre
Kliniken des Landkreises Lörrach und das St. Elisabethen-Krankenhaus

 

 

Weitere Informationen

  • Telefonhotline des Landkreises Lörrach: T 07621/410-8971 oder per Mail an covid19@loerrach-landkreis.de.
  • Telefonhotline des Landesgesundheitsamtes: T 0711/904-39555.
  • Bei grippeähnlichen Symptomen melden Sie sich bitte zuerst telefonisch bei Ihrem Hausarzt, dem hausärztlichen Notdienst (T 116 117) oder Ihrem Gesundheitsamt T 07621/410-2101. So tragen Sie zum Funktionieren der Meldekette bei!
  • Achten Sie bei Symptomen, wie stets in der Grippezeit, besonders auf Händehygiene und Husten-Nies-Etikette. Weitere Tipps: www.infektionsschutz.de
  • Weitere Informationen zu dem Thema finden Sie unter www.rki.de, www.loerrach-landkreis.de/infektionsschutz.

 

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