Seltene Drillingsgeburt am St. Elisabethen-Krankenhaus Lörrach
Die drei Kinder Naunidh (Erstgeborener, 2050 g), Elahi (Zweitgeborene, 2100 g) und Rabab (Drittgeborener, 2120 g) zählen mit jeweils über 2000 Gramm zu ausgesprochen kräftigen Drillingen – ein Umstand, der ihre Geburt zu etwas ganz Besonderem macht. Denn Drillinge kommen in Deutschland nur rund 150 Mal pro Jahr zur Welt und meist deutlich früher. „Normalerweise kommt es nur bei jeder 6500. Schwangerschaft zu Drillingen“, erläuterte Professor Dr. med. Michael Bohlmann, Chefarzt des Zentrums für Gynäkologie und Geburtshilfe. „Als Geburtshelfer sind wir schon sehr froh, wenn eine Drillingsschwangerschaft bis zur 32. SSW andauert. Dass diese Drillinge es bis zur 36. Woche geschafft haben, ist medizinisch wirklich bemerkenswert.“
Bohlmann führt dies auf eine Kombination positiver Faktoren zurück: die vertrauensvolle Betreuung durch die niedergelassene Frauenärztin, die spezialisierte Sprechstunde mit engmaschiger Begleitung im St. Elisabethen-Krankenhaus sowie die umfassende Betreuung durch Oberärztin Dr. Vanessa Müller-Kähmann.
Auch Dr. med. Cecil Kannan, leitender Oberarzt des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin, zeigte sich beeindruckt vom Zustand der Neugeborenen: „Die Kinder machen das wirklich sehr gut und konnten dank ihrer guten Reife sogar bei den Eltern im Familienzimmer auf der Mutter-Kind-Station bleiben.“ Ein Umstand, der bei Drillingen aufgrund von oftmals eintretenden früheren Geburten keineswegs selbstverständlich ist.
Die aktuelle Drillingsgeburt reiht sich in eine seltene Serie ein: Zuvor kamen am St. Elisabethen-Krankenhaus zuletzt im Sommer 2022 Drillinge zur Welt, davor im Jahr 2016 – es ist somit erst die dritte Drillingsgeburt in fast zehn Jahren. In diesem Jahr verzeichnet das St. Elisabethen-Krankenhaus bereits 31 Mehrlingsgeburten – zwei mehr als im Vorjahreszeitraum. „Und es sind noch einige in der Warteschleife“, so Bohlmann.
Mit seinem Perinatalzentrum gewährleistet das Lörracher Klinikum eine hoch spezialisierte und umfassende Versorgung für werdende Mütter und ihre Neugeborenen – und damit ein Maximum an Sicherheit, auch bei so seltenen und außergewöhnlichen Ereignissen wie dieser bemerkenswert spät erfolgten Drillingsgeburt.
Foto (v.l.n.r.): Dr. med. Vanessa Müller-Kähmann (Oberärztin Frauenklinik), Prof. Dr. med. Michael Bohlmann (Chefarzt Frauenklinik), Jan Leverenz (Stationsarzt Kinderklinik), Dr. med. Cecil Kannan (leitender Oberarzt Kinderklinik) und Leonie Klingelhöfer (Stationsärztin Kinderklinik) gratulieren den glücklichen Eltern Naresh Kumar und Jyoti Nar zur Geburt von Naunidh, Elahi und Rabab.