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„Ihre Arbeit ist vorbildlich“

Der Bau des Zentralklinikums, Erfahrungen mit Covid-19 und gesetzliche Rahmenbedingungen für Krankenhäuser waren Themen bei einem Besuch der gesundheitspolitischen Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Karin Maag im Kreiskrankenhaus Lörrach am vergangenen Donnerstag, zu dem der CDU-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Lörrach-Müllheim Armin Schuster eingeladen hatte. Landrätin Marion Dammann und Vertreter der Kreiskliniken hatten sich dazu mit Karin Maag und Armin Schuster ausgetauscht. Maag zeigte sich beeindruckt von dem Projekt Zentralklinikum und der Gestaltung des Entscheidungsprozesses, der in der Schließung der jetzigen vier Standorte und dem Neubau eines Gesundheitscampus mündet.

„Ihre Arbeit hier ist vorbildlich“, bestätigte Maag dem Landkreis und seinen Kliniken. „Danke, dass Sie so engagiert dabei sind, diese zukunftsfähigen Strukturen in der Gesundheitsversorgung umzusetzen“, so Maag weiter. Sie stellte außerdem die Verabschiedung eines Zukunftsprogrammes für Krankenhäuser in Höhe von drei Milliarden Euro in Aussicht, in dessen Rahmen bundesweit Investitionen im Bereich der Digitalisierung oder Notfallversorgung gefördert werden sollen und von dem die Kreiskliniken profitieren könnten.

Covid-19 im Landkreis Lörrach

Covid-19 hatte den Landkreis und die Kreiskliniken nicht zuletzt durch den regen grenzüberschreitenden Pendlerverkehr innerhalb kürzester Zeit vor enorme Herausforderungen gestellt. Dass Regionen mit Außengrenzen einer Sondersituation ausgesetzt seien, merkte Armin Schuster an und fragte Karin Maag, ob eine grenzüberschreitende Aufarbeitung der Erfahrungen seitens der Bundes- oder Europapolitik angeschoben werden könne.

Mit Blick auf die erste Welle resümierte Dr. Bernhard Hoch, Geschäftsführer Medizin bei den Kreiskliniken, dass man insgesamt 718 Isolierpatienten sowie zeitgleich bis zu 48 bestätigte Fälle und bis zu 21 Beatmungspatienten mit und ohne Covid-19 behandelt habe – ausgehend von einer Beatmungskapazität für elf Patienten in Zeiten vor Corona. Die Mitarbeiter hätten dies mit hohem Engagement bewältigt, doch zeigte sich Hoch besorgt über eine mögliche zweite Welle. Abgesehen von Covid-19 betonte er, dass rund 90 Prozent der stationären Gesundheitsversorgung auf den Schultern von Krankenhäusern wie den Kreiskliniken lägen und forderte daher: „Wir wollen auch entsprechend berücksichtigt werden!“

Doch Corona-Prämien durch den Bund?

Seitens der Geschäftsführung der Kliniken wurde auch die Enttäuschung über die nicht bezahlten Pflege-Prämien als Anerkennung für die Leistung in der Corona-Zeit thematisiert. Hierzu berichtete Maag, dass das Bundesministerium für Gesundheit die Deutsche Krankenhausgesellschaft und den Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen beauftragt habe, einen Vorschlag vorzulegen, bei dem die Möglichkeit gestaffelter Prämien geprüft würde, die dann denjenigen Pflegekräften zugutekommen sollen, die besonders in die Versorgung von Covid-19-Patienten eingebunden waren.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Mit dem geplanten Konzept der Integrierten Notfallzentren ist eine Entlastung der Notaufnahmen zu erwarten. Die Ersteinschätzung der Patienten müsse allerdings bei den Kliniken angesiedelt werden, so Marco Clobes, Geschäftsführer Verwaltung & Service bei den Kreiskliniken.

MDK-Reformgesetz

Bei den Fallprüfungen durch den Medizinischen Dienst (MD) spüren die Kreiskliniken eine deutliche Entlastung. „Wir begrüßen dies ausdrücklich“, freute sich Clobes. Das MD-Reformgesetz hatte den Medizinischen Dienst, der bislang eine Einrichtung der Krankenkassen war, zu einer unabhängigen Prüfinstanz gemacht. Das Gesetz sieht außerdem deutlich weniger und dafür gezieltere Abrechnungsprüfungen vor.

Bei diesen Prüfungen geht es häufig um Patienten, die die Kliniken wegen fehlender Nachversorgung, zum Beispiel in einer Kurzzeitpflegeeinrichtung oder im familiären Umfeld, nicht entlassen können und dann weiterversorgen – ein Gebot der Menschlichkeit. „Daraus wird dann der Vorwurf der Falschabrechnung gemacht und wir werden auch noch bestraft“, so Geschäftsführer Clobes. Landrätin Dammann fügte hinzu, dass Kurzzeitpflege nicht kostendeckend finanziert sei und Heimträger diese Leistung somit nicht anbieten können. Die Problematik verschärfe sich noch dadurch, dass die Heime im Landkreis gut ausgelastet seien. Dass es hier einer politischen Lösung bedarf, darin stimmten alle Anwesenden überein.

Paul Renz, Marion Dammann, Armin Schuster, Karin Maag, Marco Clobes, Dr. Berhard Hoch

Kontakt

Marketing & PR

Marion Steger
Leiterin Marketing & PR

Kliniken des Landkreises Lörrach GmbH
Spitalstr. 25
79539 Lörrach

Tel.: 07621/416-8341
Fax: 07621/416-8823
steger.marion@klinloe.de

Ihre Kliniken informieren – Coronavirus

Gute Erfolge bei der Anzahl der Neuinfektionen sind erzielt - Sie haben uns hervorragend unterstützt, indem Sie Kontakte vermieden und verstärkt auf die Abstands- und Hygieneregeln geachtet haben. Dafür bedanken wir uns von Herzen bei jedem Einzelnen!

Krankenhäuser bleiben hochsensible Einrichtungen, die es gegen jede vermeidbare Einschleppung von Keimen zu schützen gilt. Details - z.B. zu Besuchen - regelt die Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg, die für uns Kliniken Gesetzescharakter hat.

Besuchsregelung

Wir freuen uns, seit Montag, 18.5., wieder Besucher zu unseren Patienten lassen zu dürfen (Ausnahme: Stationen, auf denen Covid-19-Patienten behandelt werden). Hierfür gelten folgende Regelungen:

  • Jeder Patient darf von einer Person pro Tag Besuch erhalten. Dieser Besuch wird am Empfang registriert (Downloadlink Regelungen, Formular Besucherregistrierung). Besucher werden gebeten, sich mit den Patienten oder Ihren Angehörigen abzusprechen, wer an welchem Tag den Besuch macht.
  • Menschen, die in den letzten vier Wochen an COVID-19 erkrankt waren oder bei denen ein Verdacht auf eine Erkrankung besteht, dürfen die Kliniken nicht als Besucher betreten.
  • Besucher melden sich bitte bei der Einlasskontrolle im Foyer an. Hier wird ihr Name und die Uhrzeit notiert; so können wir – sollte es einmal notwendig werden - beim Nachweis möglicher Infektionsketten unterstützen.
  • Besucher und Patient müssen durchgehend einen Mundnasenschutz tragen. Der Besucher bringt seine eigene Alltagsmaske mit und muss sich zu Beginn und zum Ende des Besuchs am Eingang die Hände desinfizieren.
  • Besucher müssen jederzeit einen Abstand von mind. 1,5 m zu anderen Personen einhalten – auch zum besuchten Patienten.
  • Damit dieser Abstand auch in Mehrbettzimmern umgesetzt werden kann, darf max. ein Besucher je Zimmer anwesend sein. Damit alle Patienten Besuch empfangen können, wird die Besuchszeit auf 30 Minuten pro Tag und Patient begrenzt.
  • Für Angehörigen-/Arztgespräche vereinbaren Sie bitte einen eigenen Termin.
  • Besuche sind zwischen 13 und 19 Uhr möglich.
  • Die Cafeterien bleiben weiterhin ausschließlich für MitarbeiterInnen geöffnet.

Leistungen unserer Kliniken

  • Unsere Häuser haben ihren Normalbetrieb weitgehend wieder aufgenommen. Einschränkungen entstehen lediglich durch die Berücksichtigung der Abstandsregeln in den Patientenzimmern, wodurch weniger Betten belegt werden können.
    Für eventuelle Covid-19-Patienten wurde eine völlig entkoppelte Struktur in baulich getrennten Bereichen und durch eigene Teams geplant, welche bei Bedarf sehr zeitnah wieder in Betrieb gehen könnte.

Coronahelden

  • Gerne gewähren wir Ihnen Einblicke in unseren Alltag unter den Vorzeichen des Coronavirus in dieser Bildergalerie.
  • Unsere MitarbeiterInnen leisten zurzeit ganz besonders Großartiges und erhalten auch viel Anerkennung dafür. Um unnötige Kontaktpunkte zu vermeiden und die Hygieneregeln einzuhalten, möchten wir die Anerkennung in Form von Spenden kanalisieren und unseren MitarbeiterInnen mit dem Geld etwas Gutes tun. Eine Botschaft der Schirmherrin Sr. Anemunda finden Sie hier. Details können Sie hier abrufen: coronahelden@klinloe.de

Weitere Informationen

  • Telefonhotline des Landkreises Lörrach: T 07621/410-8971 oder per Mail an covid19@loerrach-landkreis.de.
  • Telefonhotline des Landesgesundheitsamtes: T 0711/904-39555.
  • Bei grippeähnlichen Symptomen melden Sie sich bitte zuerst telefonisch bei Ihrem Hausarzt, dem hausärztlichen Notdienst (T 116 117) oder Ihrem Gesundheitsamt T 07621/410-2101. So tragen Sie zum Funktionieren der Meldekette bei!
  • Achten Sie bei Symptomen, wie stets in der Grippezeit, besonders auf Händehygiene und Husten-Nies-Etikette. Weitere Tipps: www.infektionsschutz.de
  • Weitere Informationen zu dem Thema finden Sie unter www.rki.de, www.loerrach-landkreis.de/infektionsschutz.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten Großartiges – dafür ein herzliches Dankeschön! Bitte unterstützen Sie uns und das gesamte Gesundheitssystem, indem Sie sich an o. g. Punkte halten.

Und am besten: Bleiben Sie gesund!
Ihre Kliniken des Landkreises Lörrach und das St. Elisabethen-Krankenhaus

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