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Kliniken weiterhin in der Gewinnzone

Die Kliniken des Landkreises Lörrach konnten das Jahr 2017 wiederum mit einem positiven Wirtschaftsergebnis von 0,98 Millionen Euro abschließen. Damit erzielten die kommunalen Krankenhäuser ein besseres Ergebnis als geplant. Im Vergleich zum Rekordjahr 2016, in dem sich mehrere Einmaleffekte positiv niederschlugen, bedeutet dies allerdings einen Rückgang um rund zwei Millionen Euro. Im stationären Bereich behandelten die Standorte Lörrach, Rheinfelden und Schopfheim letztes Jahr gut 24000 Patienten, das sind rund 930 weniger als im Vorjahr. Deren Case-Mix-Index, durch den der Schweregrad einer Erkrankung in die Vergütung der Krankenhäuser einfließt, stieg gleichzeitig um ca. vier Prozent, was sich ausgleichend auswirkte. Die Verweildauer der Patienten verschlechterte sich auf 5,8 Tage.

Jahresergebnis St. Elisabethen-Krankenhaus

Ein teilweise ähnliches Bild findet sich beim St. Elisabethen-Krankenhaus („Eli“): Auch hier gingen die Patientenzahlen im stationären Bereich auf knapp 12100 zurück (-94 zum Vorjahr). Der Schweregrad sank um ca. drei Prozent. Die Verweildauer konnte um 0,1 auf 4,6 Tage verbessert werden. Einen erfreulichen Anstieg konnte das „Eli“ bei den Geburten verzeichnen, die um drei Prozent auf 2.337 anstiegen. Beim Jahresergebnis schreibt das „Eli“ eine schwarze Null.

Lörracher Weg 2.0

Eine historische Dimension erhält das Jahr 2017 im Hinblick auf den Lörracher Weg 2.0. und die damit verbundene strukturelle Entwicklung der stationären Gesundheitsversorgung im Landkreis. So wurden der Kaufvertrag für das St. Elisabethen-Krankenhaus und der Erbpachtvertrag für dessen Gebäude bis zum Umzug in das Zentralklinikum unterzeichnet. Im April 2017 fiel die Entscheidung des Kreistages für das Grundstück im Lörracher Entenbad, auf dem das Zentralklinikum bis zum Jahr 2025 errichtet wird. Für den Campus des Zentralklinikums wurden ein zweiphasiger Ideenwettbewerb und die vom Kreistag beschlossene begleitende Kontrolle ausgelobt. 

Personelle Entwicklungen, Ausbildung

Die Fachkräftegewinnung ist gerade angesichts der Nähe zur Schweiz immer wieder eine Herausforderung. Dennoch konnten die Kreiskliniken 2017 neue Oberärzte gewinnen, so dass derzeit nahezu alle Stellen besetzt sind. Vor allem in der Gastroenterologie konnte eine lückenlose Versorgung sichergestellt werden.
Ein Kindersegen und ein ungewöhnlich hoher Krankenstand in der Mitarbeiterschaft trugen zu einem erheblichen Anstieg der Überstunden bei, was sich wiederum ergebnismindernd auswirkte.
Dem Thema Ausbildung messen die Kreiskliniken und das St. Elisabethen-Krankenhaus besondere Bedeutung bei und beschäftigten letztes Jahr 191 Auszubildende verschiedenster Berufe. Das sind knapp 10 Prozent der gesamten Mitarbeiterschaft. 

Medizinische Entwicklungen

Die Erweiterung der Schlaganfalleinheit von vier auf acht Betten war ein wichtiger Meilenstein, um dem gestiegenen neurologischen Versorgungsbedarf in der Region gerecht zu werden. Gleiches gilt für die Erweiterung der Psychosomatik um acht teilstationäre Plätze. Mit der Anschaffung eines neuen Computertomographen (CT) wurde die Diagnostik für die Patienten der Kreiskliniken auf den modernsten Stand gebracht. Das Gerät war die höchste Einzelinvestition im vergangenen Jahr. Diverse weitere Investitionen in medizintechnische Geräte ermöglichten außerdem eine Erweiterung des Leistungsangebotes mehrerer medizinischer Fachbereiche. Bei zahlreichen Gesundheitsvorträgen und Veranstaltungen konnten sich Interessierte informieren und mit ihren Fragen an die Ärzte und Spezialisten wenden. 

Pflege

Mit den Konzepten „Juniorleitung“ und „Schüler leiten eine Station“ hat die Pflege der Kreiskliniken zwei ausgeklügelte Instrumente zur Förderung von Führungsnachwuchs und als Highlight in der Pflegeausbildung etabliert. Auch die Netzwerkbildung und der regelmäßige Austausch mit den ambulanten Pflegediensten wurden intensiviert, wovon beide Seiten, vor allem aber die gemeinsamen Patienten, im Alltag profitieren. Beim Tag der Pflege, beim Aktionstag Rundum gepflegt und beim Tag der Patientensicherheit wurden fundiertes Know-how und hilfreiche Tipps an die Besucher vermittelt. 

Instandhaltung und Investitionen

Umfangreiche Wasserschäden auf einer Bettenstation in Lörrach und im OP-Bereich machten erhebliche ungeplante Sanierungsmaßnahmen notwendig. Ergänzt durch geplante Sanierungsmaßnahmen in diesen Bereichen bieten der OP und die Station nun auch einen moderneren Standard. Investitionen in die Wasser- und Trinkwassertechnik machten einen großen Posten bei den Baumaßnahmen aus. 

Personalentwicklung

Ein besonderes Personalentwicklungsprojekt unter dem Titel „Wir Zukunft – entwickeln, gestaltet, verantworten“ läuft über drei Jahre für rund zwölf Prozent der Mitarbeiter von Kreiskliniken und St. Elisabethen-Krankenhaus. So erhalten die Mitarbeiter Handwerkszeug für eine persönliche Weiterentwicklung und für die aktive Mitgestaltung des Weges hin zum Zentralklinikum. Bisher sind sechs der 12 geplanten Gruppen in das Projekt gestartet und haben es teilweise auch schon abgeschlossen - mit sehr positiven Rückmeldungen. 

Ausblick

Das weitere Zusammenwachsen der Kreiskliniken und des St. Elisabethen-Krankenhauses wird 2018 ein wichtiges Thema sein. Vor dem Hintergrund einer traditionell guten Kooperation hatte man dies bereits im abgelaufenen Jahr in sehr guter Atmosphäre intensiviert.
Auf der Ebene der Chef- und Leitenden Ärzte stehen Veränderungen an: So sind Nachfolgeregelungen für die Leitungen der Gynäkologie und Geburtshilfe sowie der Geriatrie zu finden.
Die zweite Phase des Ideenwettbewerbs für den Campus Zentralklinikum wird am 27./28. April mit der Sitzung des Preisgerichtes abgeschlossen. Bis zum Sommer soll der Planer ausgewählt werden, was eine abschließende Definition des Raum- und Funktionsprogrammes vor dem Hintergrund aktuell laufender Gespräche mit den Nutzern erfordert. Über die Höhe der förderfähigen Flächen finden weitere Gespräche mit dem Sozialministerium statt. Die Akquise von Fachärzten für das projektierte Ärzte- und Gesundheitskaufhaus steht 2018 ebenso auf der Agenda wie der Grundstückskaufvertrag mit der Stadt Lörrach.

 

Kontakt

Marketing & PR

Marion Steger
Leiterin Marketing & PR

Kliniken des Landkreises Lörrach GmbH
Spitalstr. 25
79539 Lörrach

Tel.: 07621/416-8341
Fax: 07621/416-8823
steger.marion@klinloe.de

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  • Telefonhotline des Landesgesundheitsamtes: T 0711/904-39555.
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  • Achten Sie bei Symptomen, wie stets in der Grippezeit, besonders auf Händehygiene und Husten-Nies-Etikette. Weitere Tipps: www.infektionsschutz.de
  • Weitere Informationen zu dem Thema finden Sie unter www.rki.de, www.loerrach-landkreis.de/infektionsschutz.

 

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