Aktuelles und Pressemitteilungen

Neue Behandlungsmöglichkeiten für Herzpatienten

Die Klinik für Innere Medizin im Kreiskrankenhaus Lörrach unter der Leitung von Chefarzt Prof. Dr. Hans-H. Osterhues hat das Kompetenzspektrum ihrer Kardiologie erweitert. So kommt bei bestimmten Patienten seit kurzem das sogenannte Rotablationsverfahren zum Einsatz. Bei dieser hochspezialisierten Methode werden starke Gefäßverkalkungen mittels eines speziellen Bohrers aufgefräst, so dass das Gefäß dann weiter behandelt und die Durchblutung des Herzens gesichert werden kann. In einzelnen Fällen kann damit sogar eine Bypass-Operation vermieden werden. Diese Behandlungsmethode ist eine allgemein anerkannte Alternative für Patienten mit starken Verkalkungen, die mit den herkömmlichen Verfahren zur Gefäßaufdehnung und –stabilisierung nicht behandelt werden können.

 

Für die Durchführung des Verfahrens bedarf es, neben der von den Kliniken eigens angeschafften medizintechnischen Ausstattung, umfangreicher Expertise und Erfahrung. Diese bringt der Leitende Oberarzt Dr. Johannes Bilger, seit knapp eineinhalb Jahren im Team der Kardiologie in Lörrach, von seinen Stationen in der renommierten Berliner Charité und im Klinikum Nürnberg mit. Sein Wissen und Können gibt er innerhalb des Lörracher Teams weiter. Im Kreiskrankenhaus hat der Herzspezialist bereits einige Patienten erfolgreich mit dem Rotablationsverfahren behandelt. Alle konnten nach ein bis zwei Tagen entlassen werden und haben durch die Behandlung eine deutliche Besserung ihrer Beschwerden oder sogar ihre volle Belastbarkeit wieder erreicht.

 

Ein weiteres, schon länger eingesetztes und jüngst ausgebautes Verfahren in der Kardiologie des Kreiskrankenhauses Lörrach ist die Untersuchung mit dem Intravaskulären Ultraschall („IVUS“). Der IVUS wird ohne zusätzliche Belastung des Patienten im Rahmen einer Herzkatheteruntersuchung durchgeführt. Die winzige Ultraschallsonde liefert Bilder aus dem Gefäßinneren und ermöglicht so eine sehr genaue Bildgebung und Beurteilung der Herzkranzgefäße. Eine sorgfältige Therapieplanung ist gerade bei Erkrankungen des Herzens sehr wichtig – der Intravaskuläre Ultraschall kann hierzu wichtige Informationen beisteuern. Wenn nötig, kann bereits während der Untersuchung auch eine Gefäßstütze („Stent“) eingesetzt werden. Auch für den IVUS muss der untersuchende Kardiologe viel Erfahrung mitbringen. Die Methode wird von den drei Kardiologen Prof. Dr. Osterhues, Dr. Bilger und Dr. Varghese durchgeführt.

 

„Mir persönlich und meinem Team ist es ein großes Anliegen, unsere technische Intrastruktur und fachlichen Kompetenzen konsequent auszubauen, um für unsere Patienten und Mitarbeiter ein attraktives Angebot auf hohem Level vorzuhalten“, berichtet Chefarzt Prof. Dr. Osterhues. Damit entspreche das Spektrum seiner Klinik dem eines schwerpunktversorgenden Krankenhauses.

 

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Im modernen Herzkatheterlabor des Lörracher Kreiskrankenhauses werden hochspezialisierte Eingriffe am Herzen vorgenommen. Im Bild: Chefarzt Prof. Dr. Hans-H. Osterhues (links) und Dr. Johannes Bilger, Leitender Oberarzt (rechts).

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