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Zukunft Kreiskliniken und St. Elisabethen-Krankenhaus

Im Rahmen des Entscheidungsprozesses zur strategischen Bau- und Zielplanung der Kliniken des Landkreises Lörrach hatte der Kreistag in seiner Sitzung vom 22. Juli letzten Jahres vier der sieben ursprünglich vorgestellten Szenarien ausgeschlossen. Zu den drei verbleibenden Szenarien hatte er weitere Prüfungsaufträge erteilt. U.a. sollte eine Berücksichtigung des St. Elisabethen-Krankenhauses in Lörrach im Hinblick auf eine Einbindung bei einem möglichen Zentralklinikum untersucht werden. Hierzu fanden in den vergangenen sechs Monaten intensive Gespräche zwischen Vertretern der Kreiskliniken und des St. Elisabethen-Krankenhauses statt. 

 

Vorläufiges Ergebnis dieser Gespräche ist, dass der Orden der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul einer sinnvollen Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung im Landkreis Lörrach aufgeschlossen gegenüber steht. Dies schließt auch die Zusammenfassung aller Fachdisziplinen im Kreis unter einem Dach in Form eines neuen Zentralklinikums ein. Allerdings sieht der Orden dies nicht in einer gemeinsamen Trägerschaft, sondern würde den Versorgungsauftrag des St. Elisabethen-Krankenhauses dann mit allen Konsequenzen an den Landkreis als alleinigen Träger übergeben. 

 

Dieser angedachte Betriebsübergang dürfte dann als konsequente Fortführung des Lörracher Weges betrachtet werden: Ende der 90er Jahre bis 2006 hatten das Kreiskrankenhaus Lörrach und das St. Elisabethen-Krankenhaus Doppelvorhaltungen abgebaut und ihre Fachdisziplinen untereinander aufgeteilt. Zahlreiche Mitarbeiter, Ausstattungsgegenstände und natürlich die Patienten zogen damals um. Unter dem Aspekt eines zukunftsorientierten Miteinanders von Krankenhausträgern bei der Gesundheitsversorgung nimmt der Lörracher Weg bis heute deutschlandweit eine Vorreiterrolle ein.

 

Angesichts der Dimensionen dieses Projektes und vor einer endgültigen Entscheidung gilt es nun, weitere Fragen zu klären: was würde ein solches Zusammengehen von vier Krankenhäusern, der drei Kreiskliniken Lörrach, Rheinfelden und Schopfheim sowie des St. Elisabethen-Krankenhauses, für die Größe eines neuen Gebäudes bedeuten? Welche Auswirkungen hätte ein Zusammengehen auf die Finanzierung? Schließlich ist der Betriebsübergang im Hinblick auf die Mitarbeiter zu gestalten, denn die Mitarbeiter werden bei diesem Prozess wesentlich zum Erfolg beitragen. 

 

Um beste Voraussetzungen für ein mögliches Zentralklinikum zu schaffen, müsste ein Betriebsübergang des St. Elisabethen-Krankenhauses mit ausreichend zeitlichem Vorlauf vor einem Neubau stattfinden. Denn schließlich, ist man sich auf Seiten der Kreiskliniken im Klaren, müssten das Know-how der Mitarbeiter des St. Elisabethen-Krankenhauses in die Planungen mit einfließen und alle Mitarbeiter sich untereinander rechtzeitig kennenlernen, so dass alle gemeinsam die Zukunft gestalteten.

 

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Marion Steger
Leiterin Marketing & PR

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